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Das war Modul 1: Potenziale der Kunst für kulturelle Bildungsprozesse – Formate, Fragen, Impulse

Vom 24.09.-26.09.2021 fand das erste Modul von „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel statt. 33 Teilnehmende sowie sechs Referent:innen und eine Künstlerin gestalteten die drei Tage mit Inputs, Workshops, ästhetischen Vermittungsformaten und künstlerischen Impulsen. Auf unserer Homepage geben wir drei Perspektiven rückblickend auf das Wochenende.

Das Kennenlernen der Stipendiat:innen, Mini-Workshops, Speeddating und ein ästhetisch inszeniertes Festmahl! – vergangenes Wochenende gab es zum Kursstart von “Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung” viele innovative Begegnungsräume – sowohl für die Stipendiat:innen als auch für die Referent:innen – um sich untereinander kennenzulernen und auszutauschen.

Ein besonderes Anliegen von Modul 1 war es dabei, den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben, sich in ihrer künstlerischen Tätigkeit zu positionieren. Was haben große Begriffe wie Kulturelle Bildung, Künstlerische Forschung, Künstlerische Intervention oder Kunst- und Kulturvermittlung eigentlich mit der eigenen Praxis zu tun? Was kann nur Kunst? Und wie definiere ich mich selbst als Akteur:in in diesem Feld? Das sind nur einige der Fragen, über die in Modul 1 diskutiert worden sind. Die Referent:innen von Modul 1 können Sie hier kennenlernen.

Veröffentlicht: 13.10.2021

Das passiert in Modul 1 „Potenziale der Künste“

Nach einer intensiven Vorbereitung über mehrere Monate unter Einbezug der Expertise vielfältiger Organisationen der künstlerischen Kulturellen Bildung startet der Pilotkurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim mit dem ersten Modul am kommenden Wochenende vom 24.09.21 bis 26.09.21 in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.

Was sind die besonderen Potenziale der Künste für Prozesse Kultureller Bildung? Welche Vorteile hat es für Künstler:innen, wenn sie ihre Expertise in die Arbeit in soziale Kontexte erweitern? Ist Qualität eine Frage der Didaktik, des Ausbildungshintergrunds oder der eigenen Haltung, und inwiefern lassen sich Qualitätskriterien für künstlerische Arbeit mit gesellschaftlichen Gruppen entwickeln? Was bedeutete der Begriff der künstlerischen Intervention für das Verständnis von Vermittlung?

Die Stipendiat:innen und teilnehmenden Künstler:innen des Kurses stellen sich in diesem ersten Modul mit ihren künstlerischen Ansätzen und kulturvermittelnden Konzepten vor. Zentrale Begrifflichkeiten des Kurses werden verhandelt, Kategorien von Qualitäten künstlerisch-kulturvermittelnder Arbeit theoretisch reflektiert und künstlerisch-praktisch erprobt. Unter anderem Alicia de Bánffy-Hall (Professorin für ästhetische Praxis in der Sozialen Arbeit  mit Schwerpunkt Musik und Medien an der Hochschule Landshut), Uta Plate (Theatermacherin und Dozentin) und Seraphina Lenz (Künstlerin) geben Einblicke in ihre jeweilige künstlerische und berufliche Praxis und erproben und reflektieren ästhetische Formate und innovative kunstvermittelnde Konzepte gemeinsam mit den Teilnehmenden. Prof. Dr. Birgit Mandel (Universität Hildesheim) diskutiert Wirkungserwartungen und Potenziale der Künste für Kulturelle Bildung, Prof. Dr. Maike Gunsilius (Universität Hildesheim) stellt Ansätze und Beispiele von Participatory Art-Based-Research vor.

Veröffentlicht: 23.09.2021

Offizieller Kursstart am Freitag, 24.09.2021

Nach der intensiven Vorbereitung startet der Pilotkurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ mit dem ersten Modul am Wochenende vom 24.09.21-26.09.21 in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel.

Neben einem intensiven fachlichen Austausch werden außerdem künstlerische Ansätze diskutiert und erprobt, um die Potentiale der Künste in der Bildung auch praktisch erfahrbar zu machen.

Vor diesem Hintergrund startete in den vergangenen Wochen auch die vielseitige und aufwändige Begleitforschung seitens des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. In vor- und nachbereitenden Interviews im Rahmen des Kurses, in begleitenden Fragebögen und einer Langzeitforschung, werden verschiedene Fragen untersucht: Was sind zentrale Motive und Erwartungen für Künstler:innen eine solche Weiterbildung zu absolvieren? Wie lassen sich Qualitätskriterien für kulturelle Bildungsarbeit definieren? Inwiefern ist eine Verbindung von künstlerischen Anliegen und Interessen von kulturellen Bildungsprojekten möglich? Was sind zentrale Herausforderungen für Künstler:innen, die in Bildungsbereichen und sozialen Kontexten tätig sind? Was sind Gelingensbedingungen für ihre Arbeit?

Im Mittelpunkt der Forschung stehen somit Erfahrungen und Erfolgsbedingungen der Kunstschaffenden um künstlerisch wirksame kulturelle Bildungsarbeit zu ermöglichen. Die Ergebnisse werden in Hinblick auf Qualitätskriterien und Gelingensbedingungen untersucht, um eine langfristige Stärkung kultureller Bildungsarbeit in Deutschland zu initiieren.

Der September wird ereignisreich und es bleibt gespannt zu erwarten, welche neuen Möglichkeiten sich für alle Akteur:innen eröffnen werden!

Veröffentlicht: 27.08.2021

Die Teilnehmenden stehen fest

33 finale Künstlerinnen und Künstler verschiedener Sparten wurden zur Teilnahme an dem Zertifikatskurs ermittelt.

Nach einem intensiven Auswahlprozess der Projektverantwortlichen der Universität Hildesheim gemeinsam mit den externen Jurorinnen Özlem Canyürek und Khadidiatou Bangoura wurden nun 33 Teilnehmenden für den Pilotkurs ermittelt. Besonderer Fokus lag bei der Auswahl auch auf einer möglichst hohen Vielfalt in Bezug auf die Kunstsparten, ebenso auf Alter, Erfahrungen und Herkunft. Die Heterogenität der Gruppe ermöglicht es, die Inhalte des Kurses aus unterschiedlichsten Perspektiven zu diskutieren.

Jurorin Özlem Canyürek hebt dabei hervor, dass dies „die diverseste Gruppe“ sei, die sie bisher als Jurorin für Qualifizierungen im Kulturbereich in Deutschland ausgewählt habe. Aufgrund des hohen Rücklaufs von 456 Bewerbungen auf 30 Plätze haben sich die Organisator:innen darauf verständigt, die Teilnehmendenzahl um 10% zu erhöhen und 33 Personen aufzunehmen.

Ein wichtiges Signal für diejenigen Kunstschaffenden, die keinen Platz für den Pilotkurs erhalten haben, ist, dass schon jetzt intensiv an einer kontinuierlichen Etablierung der Weiterbildung an verschiedenen Orten in Deutschland  gearbeitet wird.

Die ausgewählten Stipendiat:innen werden im Mai mit ihrem Profil sowie einem Einblick in ihre künstlerische Praxis und bereits realisierte Projekte in der Kulturellen Bildung auf der Projekthomepage vorgestellt.

Bei Interesse an weiteren Informationen oder der Mitwirkung am Transfer des Pilotprojekts finden Sie Informationen auf der Webseite  sowie per E-Mail ( pia [dot] wagner [at] uni-hildesheim [dot] de).

Veröffentlicht: 14.05.2021

Externe Beratung für den Auswahlprozess

Seit Februar arbeitet die Jury sorgfältig daran, aus den profilierten und vielseitigen Unterlagen eine passende Auswahl zu treffen. An dem Prozess beteiligt waren dabei maßgeblich die Partner:innen des Kurses: der Bundesverband Kulturagent:innen für kreative Schulen, CRESPO Foundation – Das fliegende Künstlerzimmer, TUSCH Hamburg, das Kunstlabor KLAUS, LesArt Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur, TanzZeit Berlin e. V. und das Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen sowie die Leitung Bildung und Vermittlung Documenta und Museum Fridericianum GgmbH.

Es wurden nun rund 90 Bewerber:innen zu Auswahlgesprächen eingeladen, um dann final 30 Stipendiat:innen zu ermitteln. Zur Unterstützung der Jury im Rahmen der Auswahlgespräche wird die Expertise von zwei externen Jurorinnen, Khadidiatou Bangoura und Özlem Canyürek, herangezogen.

 

Foto: Privat

Khadidiatou Rachel Bangoura stammt aus Liberia und Guinea. Sie ist in Frankreich geboren und zog im Alter von sieben Jahren nach Deutschland. Nach einem BA in Internationalen Beziehungen & Entwicklungsstudien und einem MA in Afrikanistik in London schloss sie im Oktober 2017 ihr Studium des Zeitgenössischen Tanzes (Danceworks Berlin) ab. Sie arbeitet als freiberufliche Choreografin und Tänzerin u.a. mit Jan Pusch, Okwui Okpokwasili, Ester Ambrosino (Tanztheater Erfurt), Rafaële Giovanola (Cocoon Dance), Lin Verleger (Comedia Theater) und Ives Thuwis-De Leeuw (Junges Ensemble Stuttgart).
 
 
 
 

Foto: Jens Schmidt

Dr. des. Özlem Canyürek hat in Istanbul Soziologie, Kulturmanagement und Kulturpolitik studiert. 2021 promovierte sie in Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim mit einer Arbeit über „Cultural Diversity in Motion. Rethinking Cultural Policy and Performing Arts in an Intercultural Society”. Derzeit arbeitet sie als freiberufliche Kulturpolitikforscherin und Dozentin. Sie ist Ansprechpartnerin für den intersektionalen Diversitätsrahmen des Netzwerks PostHeimat, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Sie ist Mitglied der GLOSACI.

Veröffentlicht: 17.03.2021

Hohe Nachfrage: 456 Bewerbungen sind eingegangen

Der deutschlandweit erste Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim erfährt mit 456 Bewerbungen für 30 Plätze sehr hohe Nachfrage. Die Bewerber:innen werden zeitnah über die Auswahl informiert.

Kriterien für die Auswahl sind dabei u. a. Erfahrungen in der Kulturvermittlung und Kulturellen Bildung und eine enge Verzahnung des eigenen künstlerischen Ansatzes mit der Entwicklung von Projekten Kultureller Bildung. Zudem sollen sich die Teilnehmenden des Pilotkurses möglichst vielfältig ergänzen in Bezug auf die vertretenen Kunstsparten, Alter, Geschlecht, Bildungs- und Arbeitsbiografien, Herkunftsregionen, Migrationserfahrung, Arbeitsweisen und Zielgruppen.

Wir bedanken uns bei allen Bewerber:innen und laden Sie herzlich ein, sich für Informationen zu Folgekursen bei unserem Newsletter mit einer formlosen E-Mail an zertifikatskurs [at] uni-hildesheim [dot] de anzumelden.

Veröffentlicht: 16.03.2021

Die Bewerbungsphase ist beendet- wie geht es weiter?

Wir bedanken uns bei allen Bewerber:innen für das Interesse!

Am 31.01.2021 war der letzte Tag der Bewerbungsphase. Von nun an beginnt die Auswahl der Teilnehmer:innen für den Pilotkurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“.

Wir wünschen  allen Bewerber:innen viel Erfolg und bemühen uns, Sie bis Mitte März 2021 über die Auswahl zu informieren!

Wenn Sie noch Fragen zum Kurs haben oder sich einfach noch weiter informieren möchten, besuchen Sie gern unsere FAQs oder die Aufzeichnung des WebTalks mit Prof. Dr. Birgit Mandel und Prof. Mona Jas. Auf Instagram (@kuenstlerische_interventionen) und Facebook (@Künstlerische Interventionen) halten wir Sie über Neuigkeiten auf dem Laufenden.

Zusätzlich können Sie sich zu unserem Newsletter anmelden. Schreiben Sie uns einfach eine formlose E-Mail mit dem Betreff „Newsletter-Anmeldung“ an zertifikatskurs[at]uni-hildesheim.de.

 

Veröffentlicht: 01.02.2021

WIR STARTEN!

Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung – Qualifizierung und Zertifikat für Kunstschaffende aus den künstlerischen Disziplinen Architektur, Bildende Kunst, Design, Film, Fotografie, Literatur, Medien, Musik, Performance, Sound, Theater, Zeitgenössischer Tanz, Zirkus u. a.

Ein bundesweiter Zertifikatskurs, entwickelt durch das Institut für Kulturpolitik des Fachbereichs Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation der Universität Hildesheim in engem Austausch mit Praxispartner:innen, bietet insgesamt 30 Kunstschaffenden verschiedener künstlerischer Bereiche die Möglichkeit, sich für Arbeitsprojekte in der Kulturellen Bildung an Schulen und anderen Organisationen zu professionalisieren. Mit der Zertifizierung werden zudem Grundlagen für die Vermittlung und Bildung an Museen, Theater-, Tanz- und Opernbühnen, Orchestern, Jugendzentren oder bei Festivals erworben. Damit verbunden ist die Ausbildung als Trainer:in für zukünftige Zertifikatskurse „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“.

Veröffentlicht: 25.11.2020

Der Pilot-Zertifikatskurs bietet:

Veröffentlicht: 25.11.2020

Unser Anliegen

Ziel der Qualifizierung ist es, Kunstschaffende in ihrer eigenen künstlerischen und kulturellen Erfahrung und Professionalität anzusprechen und diese für die Entwicklung und Umsetzung kultureller Bildungsprojekte in ihrer Wirksamkeit zu öffnen. Wie lässt sich künstlerische Expertise wirkungsvoll mit pädagogischen und organisatorischen Dimensionen verbinden? Welche neuen Anregungen und welche Sinnhaftigkeit entstehen durch die Arbeit in kulturellen Bildungskontexten? Welche neuen Blickwinkel öffnen sich durch beteiligungsorientierte Formate und neue Kontexte auch für die eigene künstlerische Arbeit? Wie lassen sich interdisziplinäre methodische und didaktische Grundlagen mit digitalen Strategien verbinden?

Die Künste haben für Bildungsprozesse besonderes Potential, denn sie ermöglichen „ästhetische Differenzerfahrungen“ jenseits der Alltagswahrnehmung. Die Erfahrungen von künstlerischen Prinzipien im Sinne eines entdeckungsgeleiteten Lernens können bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Neugierde, eigenständiges und unkonventionelles Denken und Handeln anregen, Erfahrungen von Selbstwirksamkeit verstärken sowie für komplexe gesellschaftliche Zusammenhänge sensibilisieren.

Veröffentlicht: 24.11.2020

Zum Inhalt und zur Durchführung

In Kooperation mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel werden von September 2021 bis August 2022 acht Weiterbildungsmodule in folgenden Bereichen angeboten: Kunstvermittlungskonzepte im Kontext der eigenen künstlerischen Arbeit; Konzepte und Diskurse der Vermittlung und der Kulturellen Bildung; transdisziplinäre methodische und didaktische Grundlagen einschließlich digitaler Strategien; Praxisformate der Kunst- und Kulturvermittlung; Kooperationen in der Kulturellen Bildung; Kulturmanagement-Praktiken (Finanzierung, Marketing, PR und Audience Development) und Kulturpolitik; ein eigenes Praxisprojekt mit Mentorenschaft sowie ein integriertes „Train the Trainer“-Modul, das den Teilnehmenden ermöglicht, selbst im Bereich der Weiterbildung für Künstler:innen tätig zu werden.

Gleichzeitig wird dieser Pilotkurs im Rahmen einer prozessbegleitenden Evaluation in enger Kooperation mit den teilnehmenden Künstler:innen dafür genutzt, spezifische Qualitätskriterien zur Projektentwicklung und zur Weiterbildung von Kunstschaffenden im Bereich Kulturelle Bildung zu etablieren. Der Zertifikatskurs soll ab 2022 bundesweit implementiert werden.

Veröffentlicht: 23.11.2020

Die Partner:innen

Der Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ zeichnet sich besonders durch die Expertise von unterschiedlichen Partner:innen aus dem internationalen künstlerischen Feld aus. Die Module werden von vertiefenden Kurseinheiten aus den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Medien, Musik, Performance, Theater und zeitgenössischer Tanz ergänzt, die Expert:innen der Kunstlabore der Stiftung Mercator speziell für diesen Zertifikatskurs entwickeln. Durch ihre langjährige Erfahrung in der Kulturellen Bildung gewährleisten sie eine professionelle Unterstützung der Stipendiat:innen in Form von Mentorenschaften und Beratungstätigkeit.

Erfahren Sie hier mehr.

Veröffentlicht: 22.11.2020

Projektträger

Projektträger ist die Stiftung Universität Hildesheim, an der ein Expert:innen-Team mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Qualifizierung von Kunstschaffenden unter Leitung von Prof. Mona Jas und Prof. Dr. Birgit Mandel das Curriculum entwickelt.

Veröffentlicht: 21.11.2020