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Tom Braun

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Dr. Tom Braun ist Professor für Kultur- und Medienpädagogik an der IU Internationale Hochschule. Zuvor war er Geschäftsführer der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) und verantwortete die Konzeption und Durchführung bundesweiter Modell- und Praxisforschungsprojekte sowie Maßnahmen zur bundesweiten Feldentwicklung der kultur- und medienpädagogischen Fachstrukturen. Tom Braun ist Mitglied des Bundesjugendkuratoriums der Bundesregierung, des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) sowie des wissenschaftlichen Beirats der Wissensplattform kubi-online.

 

Was ist Ihr beruflicher Schwerpunkt?

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Praxis der Kulturellen Bildung, kritische Kulturpädagogik, kulturelle Schulentwicklung.

 

Welche Potenziale sehen Sie in dem Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ für Ihr Fachgebiet?

Wenn Praktiker:innen aus Kunst und Kultur an Schulen tätig werden wollen, dann müssen sie in der Lage sein, ihre eigene Fachlichkeit zu entwickeln, reflektieren und zum Bildungsauftrag der Schule und ihrer Akteur:innen ins Verhältnis setzen zu können. Künstlerische Interventionen wirken im Bildungssektor allein dann nachhaltig, wenn sie von reflektierten Praktiker:innen und in Kooperation mit den verantwortlichen Feldakteur:innen geplant und umgesetzt werden. An diesem Anspruch muss sich auch der Zertifikatskurs messen lassen.

 

Welche Veränderungen sind auf kultur- oder bildungspolitischer Ebene notwendig, um Potenziale einer Zusammenarbeit mit Künstler:innen für die Kulturelle Bildung in Deutschland zu stärken?

Die drängende Aufgabe besteht in einer analog-digitalen Bildungskonzeption, die sich vor allem an den Förder-, Beteiligungs- und Schutzrechten von Kindern und Jugendlichen orientiert. In diesem Sinne gilt es eine kinder- und jugendgerechte Ganztagsbildung umzusetzen. Dies heißt konzeptionell auch, dass das Recht auf vollumfängliche Teilhabe am kulturellen Leben für alle Kinder und Jugendlichen grundlegend berücksichtigt werden muss. Das geht aber nur durch eine verbesserte Zusammenarbeit von einerseits Bund, Ländern und Kommunen sowie andererseits durch förderliche Rahmenbedingungen, die eine multiprofessionelle Zusammenarbeit von schulischen und außerschulischen Akteuren ermöglichen. Alles ist aber nichts, ohne eine bessere Beteiligung der Kinder und Jugendlichen!

 

Tom Braun bei „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“

Tom Braun beteiligt sich im Rahmen des Kurses als Referent in Modul 4: „Kulturelle Bildung in schulischen Kontexten“. Bei Fragen oder Interesse einer Zusammenarbeit wenden Sie sich gern an zertifikatskurs [at] uni-hildesheim [dot] de