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Birgitta Heller-Mevißen

© Anke Dörschler

Birgitta Heller-Mevißen ist Schauspielerin, Veranstaltungskauffrau und Kulturagentin. Sie war zehn Jahre an mehreren deutschsprachigen Bühnen beschäftigt und über 20 Jahre als Geschäftsführerin zweier großer soziokultureller Kulturzentren in Leer und Dortmund tätig.

Seit 2011 arbeitet sie als Kulturagentin und hat Schulen in Moers, Krefeld, Duisburg, Münster, Marl und Neukirchen-Vluyn beraten. Als Referentin und Dozentin moderiert sie Teams in Findungs- und Veränderungsprozessen und bildet Akteur:innen im Themenfeld der Kulturellen Bildung aus.

Sie hat eine Ausbildung sowohl für systemisches Coaching als auch für Teamcoaching und nutzt kreative Moderationsmethoden, um schnell und effizient Ergebnisse zu generieren.

 

Wo liegt Ihr beruflicher Schwerpunkt?

Projekte der Kulturellen Bildung können in der Schulentwicklung maßgeblich Impulse setzen und Veränderungen bewirken. In den dafür notwendigen Prozessen gilt es, Schule und Kulturschaffende in Übereinstimmung zu bringen, Widerstände zu überwinden, Ressourcen zu entdecken und Strukturen zu entwickeln. Meine Aufgabe ist dabei die Rolle der Vermittlerin und Prozessbegleiterin. Fragen, Zuhören, Expertise einbringen und Impulse geben – dazu nutze ich Methoden des klassischen Coachings und Settings, die allen Beteiligten eine kreativ-künstlerische Teilhabe ermöglichen und damit neue Wege erfahrbar machen.

In meiner Arbeit als Dozentin werbe ich für die Potenziale und Chancen dieser Arbeitsweise – und vermittle mit ebendiesen Methoden das Werkzeug, um Teams und Akteur:innen zu befähigen, genau an den Schnittstellen zwischen systemischer Wahrnehmung, künstlerischer Arbeit und den klassischen Tools der Prozessbegleitung wirksam zu werden.

 

Welche Potenziale sehen Sie in dem Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ für Ihr Fachgebiet?

Künstler:innen sind in vielen Schulen in zunehmend divers besetzten multiprofessionellen Teams eingebunden. Gut, wenn sie bei aller Autonomie und künstlerischer Eigenständigkeit auch Systemkenntnisse und Expertise im Arbeitsfeld Schule mitbringen. Wie können künstlerische Prozesse und qualitativ hochwertige Projekte im oft starren schulischen Kontext realisiert werden? Das Einschätzen von Möglichkeiten, Formaten und vorhandenen materiellen Ressourcen ist oft schon eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches und nachhaltiges Arbeiten. Dabei gilt es, Diskurse lösungsorientiert und impulsgebend zu führen, um die Bedingungen für die künstlerische Arbeit an Schulen zu verhandeln.

 

Welche Veränderungen sind auf kultur- oder bildungspolitischer Ebene notwendig, um die Potenziale einer Zusammenarbeit mit Künstler:innen für die Kulturelle Bildung in Deutschland zu stärken?

Entscheidungsträger:innen aus Politik und Schulverwaltung sollten wissen und anerkennen, dass Schulen in ihren massiven Veränderungsprozessen vielfältige Impulse, Begleitung und Expertise brauchen, um neue Wege der Unterrichtsentwicklung und des sozialen Miteinanders zu finden. Als eine gestaltende Kraft und wirksam in Veränderungsprozessen, sollten Kunst und Kultur und deren Vertreter:innen, also Künstler:innen und Kultureinrichtungen intensiv in die Diskurse über neue Wege eingebunden werden. Die nonverbale, einende Kraft von kreativen Aktionen und Projekten ist eine unschätzbare Hilfe in Einigungs- und Findungsverläufen. Die Rolle und die Aufgabe der Künstler:innen sollten willkommen und definiert sein. Für die Teilhabe und das Einbringen ihrer speziellen Expertise sollten Künstler:innen dann auch adäquat und nachhaltig honoriert werden.

 

Birgitta Heller-Mevißen bei „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“

Gemeinsam mit Saskia Köhler beteiligt sich Birgitta Heller-Mevißen im Rahmen des Kurses als Referentin in Modul 2: „Theoretische Konzepte und Diskurse“ und ist in Modul 8 sowie zusätzlichen Online-Formaten besonders für die „Train the Trainer“-Ausbildung verantwortlich. Bei Fragen oder Interesse an einer Zusammenarbeit wenden Sie sich gern an zertifikatskurs [at] uni-hildesheim [dot] de.