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Pascal Sangl

© Jürgen Thomas

Pascal Sangl ist Choreograf, Tänzer und Kulturvermittler. Aktuell arbeitet er mit Aktion Tanz – Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft und dem Altentanztheater Ensemble Zartbitter der Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigburg zusammen. Für die Tanzszene Baden-Württemberg choreografierte er zuletzt das Duett „Jukebox 2.0“, welches 2020 im Rahmen des Vermittlungsformats „Tanz in der Fläche“ durch den Südwesten tourte. Für die Junge Bühne Sindelfingen choreografierte er Szenen zu Falk Richters Stück „Small Town Boy“, das später für den deutschen Amateurtheaterpreis nominiert wurde. Neben Tanz-Workshops leitet er auch Vermittlungsformate für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen an Schulen und Kulturstätten Baden-Württembergs.

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

In verschiedener Form tauchen die Auswirkungen des Umgangs mit Technik und Digitalität auf das menschliche Verhalten immer wieder als Thema in meiner künstlerischen Arbeit auf. Darüber hinaus faszinieren mich Prozesse wie Verwandlung und Transformation – sowohl auf körperlich-abstrakter als auch auf erzählerischer Ebene.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Ich bin überzeugt davon, dass jeder Mensch, der künstlerisch arbeitet, an sich selbst wächst und im Kunstkontext auch mit inspirierenden Mitmenschen in Berührung kommt. Das begeistert mich an meiner Arbeit. Ich beabsichtige mit meiner kulturellen Bildungsarbeit Gemeinschaften zu bilden, die kollektiv ein sensibleres Kunstverständnis entwickeln und die Chance darin erkennen, durch eben diese Arbeit auch das individuelle Selbstbewusstsein zu stärken und zu vervielfältigen.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus? 

Sie ist zielgruppenorientiert, inklusiv und durchweg fördernd!

JUKEBOX 2.0, 2020

© Ulrich Beuttenmüller

„Jukebox 2.0“ ist ein Tanzstück für zwei professionelle Tänzer:innen, das ich als Auftragsarbeit für die Tanzszene Baden-Württemberg im Rahmen des Vermittlungsformats „Tanz in der Fläche“ entwickelt habe. „Tanz in der Fläche“ vermittelt zeitgenössischen Tanz an Zielgruppen jenseits der städtischen Ballungsräume und setzt dabei auf einen Dreiklang von künstlerischer Darbietung, Vermittlung und Partizipation. So entwickelte sich das Stück mit 18 Teilnehmer:innen (15 bis 78 Jahre) in Ehingen (Donau) zur „Jukebox 3.0 Ehingen“ weiter. Zurzeit findet eine Neuentwicklung mit 20 Erwachsenen zur „Jukebox 3.0 [in] Geislingen“ statt.

Ein Probeneinblick: https://vimeo.com/484054126 

 

Was haben Sie aus diesem Projekt für Ihre künstlerische Arbeit mitgenommen? 

Aus diesem intergenerativen Projekt nehme ich besonders die Blickwinkel der verschiedenen Altersgruppen auf den Tanz mit. Ich habe einiges über die doch sehr unterschiedlichen Interessen gelernt und werde diese bei künftigen Konzeptionen und Performances stets im Hinterkopf behalten.