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Stipendiat:innen

Céline Bartholomäus – Projekt

Theater in der Schule

© privat

Beim Projekt „Theater in die Schule“ arbeite ich mit Schüler:innen und Lehrkräften eines Jahrgangs sowie Künstler:innen unterschiedlicher Disziplinen an einer eigenen Interpretation eines bestehenden Theaterstücks, das wir im Vorfeld besuchen. Dabei entstehen Theatererlebnisse, die es uns ermöglichen, alle Projektgruppen – Theater, Tanz, Videokunst, Ausstattung, Gaming und Food Art – miteinander in interdisziplinäre Prozesse zu bringen. Den Rahmen der Theaterproduktion erarbeite ich im Vorfeld und entlang der Metathemen der Theaterproduktion und bespreche ihn mit den Teams, sodass möglichst viel in Interaktion entstehen kann. Ich begleite die Prozesse und führe alle Ergebnisse zusammen. Besondere Herausforderung in diesen Projekten ist die Arbeit im physischen Raum Schule, in dem die Schüler:innen etwas entwickeln, was sonst nicht dem Alltag dort entspricht.

Was haben Sie aus diesem Projekt für Ihre künstlerische Arbeit mitgenommen?

In der Schule gibt es ein Spannungsfeld zwischen Institution Schule mit ihren starren Strukturen, Zeiten, Hierarchien, Schutzverordnungen, Pausengongs und dem Anspruch künstlerisch qualitativ hochwertig zu arbeiten und zu inszenieren. Diesen Abgrund gilt es zu überwinden. Hierbei habe ich festgestellt, welche Kraft Theater und Kulturelle Bildung entfalten können, auch wenn sie noch so eingeengt werden. In einem sterilen Theaterraum, wo sich so vieles auf das „Schaffen“ fokussiert, wird der Ort Schule zu einem Labor in den unterschiedlichsten Räumen, die erobert werden. Es finden dramaturgische Diskussionen über Bühnenentscheidungen statt und Lieder, Requisiten und Texte entstehen. Schon früh wird deutlich: Diese Produktion gehört den Schüler:innen!