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Vanessa Reinwand-Weiss

© Petra Coddington

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss studierte Pädagogik, Theater- und Medienwissenschaften, Italoromanistik und Philosophie in Erlangen und Bologna und schloss 2007 mit einer Arbeit zu Bildungs- und Lernprozessen im Theaterspiel ihre Promotion an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ab. Anschließend leitete sie als Postdoktorandin eine Studie zur frühkindlichen Bildung an der Universität Freiburg (Schweiz). Nach einer Juniorprofessur Kulturelle Bildung am Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim ist sie seit 2012 Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel und lehrt als Professorin für Kulturelle Bildung weiterhin in Hildesheim. Reinwand-Weiss ist in zahlreichen Gremien und Jurys Kultureller Bildung aktiv, so ist sie z. B. Gründungsmitglied des bundesweiten Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung und Expertin im Rat für Kulturelle Bildung.

 

 

 

 

Was ist Ihr beruflicher Schwerpunkt?

Ich bin sowohl Kulturmanagerin als auch kulturpolitisch, lehrend und forschend im Feld der (frühkindlichen) Kulturellen Bildung unterwegs.

 

Welche Potenziale sehen Sie in dem Zertifikatskurs „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ für Ihr Fachgebiet?

Ich verspreche mir von dem Kurs eine Sensibilisierung und Profilierung von Künstler:innen für vermittelnde Tätigkeiten in Bildungs- und Kultureinrichtungen und damit in der Zukunft eine stärkere strukturelle Verankerung von Kultureller Bildung in Bildungs- und Kultureinrichtungen. Unsere Bildungs- und Kultureinrichtungen haben mehr Kulturelle Bildung dringend nötig!

 

Welche Veränderungen sind auf kultur- oder bildungspolitischer Ebene notwendig, um die Potenziale einer Zusammenarbeit mit Künstler:innen für die Kulturelle Bildung in Deutschland zu stärken?

Im Bildungsbereich bräuchte es mehr strukturelle Freiheiten und Mut von Kindertagesstätten und Schulen, ihr Profil ästhetisch auszurichten und sich über eine kulturelle (Schul-)Entwicklung auch anderen aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit, Demokratieerziehung oder Diversität stellen zu können. Für vor allem staatliche Kultureinrichtungen bräuchte es meines Erachtens förder- und kulturpolitische Rahmenvorgaben zur Umsetzung Kultureller Bildung und Vermittlung als Querschnittsaufgabe. Für beides ist qualifiziertes Personal eine Grundvoraussetzung.

 

Vanessa Reinwand-Weiss bei „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ 

Vanessa Reinwand-Weiss beteiligt sich im Rahmen des Kurses als Referentin in Modul 1: „Potentiale der Künste für die Bildung“. Des Weiteren vertritt Vanessa Reinwand-Weiss die Bundesakademie für Kulturelle Bildung als einer der Projektpartner, die das Pilotprojekt begleiten.

Siehe hierzu: https://kuenstlerische-interventionen.de/projektpartner/bundesakademie-fur-kulturelle-bildung/. Bei Fragen oder Interesse einer Zusammenarbeit wenden Sie sich gern an zertifikatskurs [at] uni-hildesheim [dot] de