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Carolina Nees

© Gloria Zganier

Carolina Nees ist Musikvermittlerin beim Freiburger Barockorchester und freie Oboistin. Sie studierte Oboe an der Universität Mozarteum Salzburg und arbeitete deutschlandweit als Orchestermusikerin. Nees ist Gründerin des freien Ensembles Duo Papagena, dessen Schwerpunkt Musiktheater-Inszenierungen für Kinder ist. An der Hochschule der Künste Bremen schloss Carolina Nees den Studiengang „Musik erleben. Musik vermitteln“ ab. Danach arbeitete sie am Badischen Staatstheater Karlsruhe als Konzertpädagogin der Badischen Staatskapelle, 2019 begann sie als Musikvermittlerin beim Freiburger Barockorchester. Nees schreibt Konzepte für Kinder- und Jugendkonzerte und steht als Sprecherin und Moderatorin auf der Bühne. Seit 2018/2019 unterrichtet Carolina Nees Musikvermittlung in Theorie und Praxis an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

Oft stelle ich mir die Frage, wer die Menschen sind, die mir heute zuhören und was sie vom Konzerterlebnis mit nach Hause nehmen sollen.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Mein Ziel ist es, Kulturelle Bildung bei der Konzipierung von Konzert-Formaten selbstverständlich mitzudenken. Kulturelle Teilhabe soll dabei allen Alters-, Ziel- und Gesellschaftsgruppen ermöglicht werden. Dabei gefällt mir besonders der Aspekt „Kulturinstitution als Lernort“.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Musik ist so viel mehr als schöne Töne. Musik kann heilen, Musik kann verbinden, Musik kann Grenzen überwinden. Mir ist es besonders wichtig, Konzerte auch außerhalb des gewohnten Umfelds, zum Beispiel in sozialen und Bildungseinrichtungen zu realisieren.

Ich dachte, ich wär ein Panther

© Siggi Müller

„Ich dachte, ich wär ein Panther“ ist ein Musiktheaterstück für Kinder ab sechs Jahren. Es basiert auf der gleichnamigen Erzählung der Autorin Paola Mastrocola. Die Handlung wurde von Duo Papagena für die Bühne adaptiert. Sprechtexte, Instrumentalmusik und interaktive Abschnitte wechseln sich ab, dabei sind die Übergänge zwischen Dialog, Klang, Text und Musik fließend. Die Musik der Münchner Komponistin Helga Pogatschar vereint zeitgenössische Spieltechniken von Flöte und Oboe mit Hip-Hop-Beats, und basiert auf deutschen Volks- und Kinderliedern. Das Publikum darf in der Geschichte selbst aktiv werden, verwandelt sich in Biber, Panther und Papageien und muss mithelfen, mitsingen und mitlachen. Dieses Projekt wurde vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, der Kulturstiftung der Stadtsparkasse München und dem Bayerischen Musikfonds gefördert.

Was haben Sie aus diesem Projekt für Ihre künstlerische Arbeit mitgenommen ?

Für meine eigene künstlerische Arbeit konnte ich aus diesem Projekt lernen, welche Stärke spartenübergreifende Projekte haben können. „Ich dachte, ich wär ein Panter“ enthält Elemente aus Konzert, Theater, Komposition und Choreografie. Das Publikum wird interaktiv mit einbezogen, kann sich so auf unterschiedliche Weise mit dem Geschehen auf der Bühne auseinandersetzen und spiegelt die Emotionen, die die Musik auslöst, den Aufführenden direkt wider.