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Stipendiat:innen

Kirstin Lohmann – Fragen

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

Auf den ersten Blick oft unscheinbar, fast banal wirken meine Skulpturen und Installationen. Ironisch werden die Gegebenheiten des täglichen Lebens hinterfragt. Dabei löse ich gerne Altbekanntes aus seinem gewohnten Kontext und zeige neue Sichtweisen auf. Manchmal muss man schon genau hinschauen, um den Unterschied zu den bekannten Alltagsgegenständen zu erkennen. Es interessiert mich grundsätzlich, ob man Dinge manchmal anders sehen kann, als sie eigentlich gemeint sind.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Ich möchte kreative Räume für Kulturelle Bildung schaffen, in denen man unvoreingenommen und frei seine eigenen künstlerischen Ideen im Team verwirklichen kann. Dabei durchläuft man den künstlerischen Prozess mit all seinen Höhen und Tiefen. Dazu gehört auch, dass dieser Prozess möglichst lange ergebnisoffen bleibt, damit sich das gesamte kreative Potenzial entwickeln kann. Das ist nicht immer einfach, aber ich sehe mich als Wegbegleiterin, die konkrete Fragen stellt, um die eigene künstlerische Entwicklung zu reflektieren und den kreativen Prozess voranzutreiben.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Ich sehe meine Aufgabe als Künstlerin in kulturellen Bildungsprojekten darin, Fragen zu stellen, um mit anderen ins Gespräch, in den künstlerischen Austausch und in Aktion zu kommen. Künstlerische Impulse sollen inspirieren, aber gerne auch mal irritierend auf mein Gegenüber wirken. Es geht nicht darum, für alles gleich eine Lösung oder Antwort zu finden, sondern in einem künstlerischen Prozess gemeinsam Ideen zu entwickeln, Resultate kritisch zu betrachten, Ansätze zu verwerfen und neu zu experimentieren. Es geht mir um den Blick über den Tellerrand hinaus, der oft herausfordernd, aber auch zugleich faszinierend sein kann.