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Stipendiat:innen

Gudrun Ingratubun – Projekt

Kalle Hochbeete, 2021

© Claudia Jahnke

Nach der Projektvorstellung beim Ideen-Forum Nachhaltige Stadt im bauhaus reuse Pavillon haben wir auf einem Berliner Innenstadtplatz in einer gemeinschaftlichen Aktion mit Nachbarn und Menschen, die spontan dazugekommen sind, aus alten Fußbodendielen und Palettenbrettern Hochbeetbänke gebaut. In den Beeten sind naturbelassene Robinienpfähle verankert, die eine Illusion von Wald schaffen, aber auch als Rankhilfe oder zum Anhängen von Objekten dienen. So haben wir Sitzgelegenheiten in einem Halbrund geschaffen, zur Begrünung des Platzes beigetragen, gemeinschaftliches Gärtnern und mehr Kommunikation in der Nachbarschaft ermöglicht, auch über das kontroverse Thema der Verkehrsberuhigung. Außerdem können an diesem neuen Ort Ausstellungen und Workshops stattfinden.

Was haben Sie aus diesem Projekt für Ihre künstlerische Arbeit mitgenommen?

Durch den Bau der Hochbeetbänke für die Gemeinschaft mit bekannten und vorher unbekannten Menschen ist ein Gemeinschaftsgefühl entstanden, das auch Nicht-Beteiligte spüren. Die Bänke sind fast immer besetzt und werden achtsam behandelt. Die Hochbeetbänke schaffen die Möglichkeit zum Dialog, der insbesondere in dieser Pandemie fehlt.