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Takwe Kaenders

© Christian Lehsten

Takwe Kaenders erhielt 1989 ihre staatliche Anerkennung als Erzieherin am Pestalozzi-Fröbel-Haus. An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle studierte sie in der Fachrichtung Metall/Email. Ihr Studium schloss sie im Jahr 2001 mit dem Diplom ab. Kaenders ist ehrenamtlich im Rothener Hof e. V., im Landesverband Kunsthandwerk Mecklenburg-Vorpommern e. V. und im Denkmal-Kultur-Mestlin e. V. tätig und arbeitet als Kulturvermittlerin und Kuratorin. Seit zwei Jahren ist sie Mitglied im Salve e. V., einem Verein zur Förderung interkultureller Bildung und Kunst. Nach wie vor stellt sie viel im In- und Ausland aus.

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

In meiner künstlerischen Arbeit tauchen die Themen Durchbrüche und Öffnungen immer wieder auf.

Was möchten sie mit ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Es wäre schön, eine Visionärin zu sein, die durch kulturelle Bildungsarbeit Menschen befähigt, einen individuellen Begriff von Freiheit durch die Kunst zu finden und zu erfahren.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung ermöglicht es uns, Räume, Gedanken und Freiheiten zu öffnen. Das wäre in einem starren Frontalunterricht gar nicht erst möglich.

otto mops – Lautmalerei

© privat

Mein wichtigstes Anliegen in diesem Projekt war, Kinder mit dem Gedicht „ottos mops“ von Ernst Jandl an Lyrik heranzuführen und ihnen vor allem die Lust an und auf Sprache zu vermitteln. Sprache konnte im Projekt mit allen Sinnen entdeckt und ganz im Sinne Jandls weiterentwickelt werden. Die Originalität und Einzigartigkeit seiner Gedichte ermöglichen den Kindern einen kreativen Zugang zu Sprache. Diese wandelt sich im Zuge von Aktivitäten wie Tanzen, Rappen, Rollenspiel und Lautmalerei zu Gefühl und Klang und haptischen Erlebnissen. Sprache wird mittels kreativer Interaktionen und Ideen der Kinder zu mehr als einem Verständigungsmittel; sie ist nicht mehr nur hörbar, sondern auch sicht-, fühl- und wandelbar.

Was haben Sie aus diesem Projekt für Ihre künstlerische Arbeit mitgenommen?

Dass es möglich ist, spontan Inhalte so anzupassen und umzugestalten, dass sie für Kinder und Jugendliche in genau diesem Augenblick richtig sind.