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Emese Bodolay

© Heike Kandalowski

Emese Bodolay (*1987, Budapest) studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) sowie Philosophie und Medienwissenschaft an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest (B.A.). Ihren Master absolvierte sie in dem theaterpraktisch forschenden Masterstudiengang Szenische Forschung. Gemeinsam mit dem Künstler:innenkollektiv Anna Kpok entwickelt sie szenische Arbeiten, in denen die Hierarchie zwischen „Zuschauer:innen“ und „Produzent:innen“ immer wieder neu hinterfragt und bearbeitet wird. Ihr Interesse gilt der gemeinsam verbrachten Zeit und dem gemeinsam produzierten „Kunstprodukt“. Hierfür arbeitet sie sich an der Bildung von Gemeinschaften, Gemeinschaftsprozessen und Begegnungen ab.

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

Ich suche in meinen Arbeiten mit dem Künstler:innenkollektiv nach künstlerischen Strategien und Möglichkeiten, wie sich die Produzent:innen und Rezipient:innen in einem Raum begegnen und gemeinsam etwas Ungeplantes, Neues entstehen lassen können.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Ich möchte mit jungen Menschen den Prozess und die Art des Arbeitens in den Vordergrund rücken und so gemeinsam das ergebnisorientierte Arbeiten hinterfragen.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Künstlerisch zu arbeiten ermöglicht es einem, Themen frei zu behandeln und einen eigenen Weg zu finden, sich diese Themen zu erschließen. Diese Offenheit in das Denken in der Kulturellen Bildung zu bringen ist für mich die künstlerische Intervention.

New Cologne – how many megabyte?!

© privat

„New Cologne – how many megabyte?!“ war ein Live Jump and Run, das ich gemeinsam mit acht Jugendlichen (12 bis 14 Jahre) am Theater an der Parkaue (Berlin) im Rahmen einer Osterferienwerkstatt realisiert habe. Von mir kam das Spielgerüst, das die Teilnehmer:innen unter meiner Anleitung füllen mussten: Gemeinsam erfanden wir die Welt, in der das Spiel spielte und bauten die passende Storyline. Die Teilnehmer:innen waren aktiv bei der Herstellung des Bühnenbilds und in die Entwicklung der Rätsel eingebunden. Bei der Umsetzung performten sie abwechselnd die verschiedenen Positionen.

Was haben Sie aus diesem Projekt für Ihre künstlerische Arbeit mitgenommen?

Gemeinsam mit jungen Leuten Playstation zu spielen und zu sprechen ist wichtiger als sich alleine ein perfektes Skript zu überlegen.