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Modul 1 Perspektive I – Festmahl! Für die 33 Stipentiat:innen des Zertifikatskurses

Vom 24.09.-26.09.2021 fand das erste Modul von „Künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung“ in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel statt. 33 Teilnehmende sowie sechs Referent:innen und eine Künstlerin gestalteten die drei Tage mit Inputs, Workshops, ästhetischen Vermittungsformaten und künstlerischen Impulsen. Auf unserer Homepage geben wir drei Perspektiven rückblickend auf das Wochenende.

Den Mittelpunkt des Wochenendes bildete dabei die Performance FESTMAHL! von Ellen Kobe, die im Schloss Museum Wolfenbüttel inszeniert wurde. Das historische Gebäude diente lange den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg als Residenz. Heute zeichnet sich das Schloss Museum Wolfenbüttel durch die original erhaltenen barocken Räumlichkeiten aus, die noch heute vom Glanz und Pracht des höfischen Lebens zeugen. Während des FESTMAHLS! von Ellen Kobe in Zusammenarbeit mit dem Koch Christoph Pemmann und seinem Team, das im Festsaal des Schlosses umringt von originalen Exponaten stattfand, wurden die historischen Räumlichkeiten mit ihren Geschichten und Erzählungen verlebendigt.

Alte Kerzenständer, wertvolles Porzellan und andere Artefakte der Sammlung stimmten ein zur barocken, festlichen Atmosphäre des Abends. Durch das Prinzip des Tromp- l‘oeil gelang ein Verwirrspiel des Sehens und Begreifens. Die Geschichte der Verwandschaft Ellen Kobes mit der preussischen Königin Elisabeth Christine wurde durch die historischen Artefakte, die als “Beweisstücke” dienten, so glaubhaft gemacht, dass die Frage im Raum blieb: Wo treffen historische Erzählung und Erfindung aufeinander? Die Teilnehmenden mussten sich immer wieder fragen: Was ist hier eigentlich echt?

Mit einer Choreografie des Speisens, die nach dem Regelwerk barocker Tafelkultur inszeniert wurde, gelang es, das FESTMAHL! zu einem Ort des Austauschs und der Begegnung der Stipendiat:innen zu machen. „Meine Identität als Performerin wurde korrekt im Programm annonciert, schimmerte durch die Perspektive der Handlung und Rede und blieb schwebend zwischen Realität und Fiktion.“ (Ellen Kobe)