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Stipendiat:innen

Rosmarie Weinlich – Fragen

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

Meine künstlerische Arbeit liegt im Grenzbereich von Wissenschaft, Natur und Kunst. Sie setzt sich mit Phänomenen der Natur und des Sozialen auseinander und baut auf dem Auflösen und Wiedererschaffen auf, wobei der analytische Blick, die ästhetische Empfindsamkeit und die künstlerische Neuformung ineinander übergehen. Ich erschaffe Parallelwelten neuer Möglichkeiten und des Widernatürlichen. Für mich ist entscheidend, der wissenschaftlich fundierten Welt meine eigene künstlerische Welt entgegenzusetzen und neue Realitäten zu schaffen. Dabei bediene ich mich hauptsächlich zweier künstlerischer Medien – Malerei und Installation.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Ich bin der festen Überzeugung, dass Kunst und Kultur bewegen, unverzichtbare Erfahrungen auslösen und ein wesentlicher Beitrag einer fortschrittlichen, sich entwickelnden demokratischen Gesellschaft ist. Auf dieser Grundlage legt meine kulturelle Bildungsarbeit den Fokus auf die ästhetische Forschung. Mir ist besonders wichtig, über die gewonnenen ästhetischen Erfahrungen hinaus mit eigenen kreativen Resultaten und ausgelösten Debatten zu zeigen, dass im Sinne eines offenen, erweiterten Kunstbegriffs jedem die demokratische, verantwortungsbewusste und damit nachhaltige Mitgestaltung von Umwelt obliegt.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Die Kunst ist Selbstinszenierung, aber auch identitätsstiftend und eine Form, sich die Welt anzueignen. Die künstlerische Arbeit lebt von der Eroberung neuer Dimensionen und ist in der Kulturellen Bildung eine Möglichkeit, Unsichtbares erlebbar zu machen. Dabei dient die künstlerische Intervention, meine professionelle Sichtweise, als Impulsgeber zur künstlerisch-praktischen, aber durchaus kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Gedankenwelt in Verbindung oder Konfrontation mit dem öffentlichen Raum.