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Stipendiat:innen

Rebekka Böhme – Fragen

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

In meiner künstlerischen Arbeit geht es oft um Wahrnehmung und Erleben. Mich interessiert, welche Haltungen, Emotionen oder auch Missverständnisse subjektive Eindrücke und Erfahrungen auslösen können und wie innere Zustände uns bewegen, den Körper formen und verändern. Ich möchte wissen, was hinter dem Sichtbaren verborgen ist. Ziel meiner Arbeit ist es, Verständnis zu schaffen und Bewertung sowie Stigmatisierung aufzulösen, die eine Wahrnehmung von „seltsamen“ Verhaltensweisen und vermeintlicher Andersartigkeit mit sich bringen können.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Ich möchte Menschen einen kreativen Zugang zu unterschiedlichen Themen ermöglichen und sie dazu animieren, die Umwelt bewusst wahrzunehmen, Blickwinkel zu wechseln und etwas Neues zu entdecken. Im Fokus meiner Arbeit stehen das Erforschen der eigenen Gedanken und Kreativität sowie das Herausarbeiten individueller Besonderheiten und Facetten der Bewegung oder anderer Fähigkeiten. Es ist mir wichtig, einen Raum zu schaffen, in welchem Verständnis und Teilhabe über Grenzen hinweg sowie das voneinander Lernen möglich ist, um Selbstvertrauen und respektvolles Handeln zu fördern.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Für mich ist die künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung ein Versuch des Verrückens von Vorstellungen und die Einladung zum (Neu-)Entdecken oder (Neu-)Interpretieren der Umwelt mithilfe ästhetischer Mittel und gestalterischer Methoden, die vor allem zugänglich und verständlich gemacht werden. Das künstlerische Erlebnis, durch das eigene, kreative Experimentieren, fördert die persönliche Entwicklung, stärkt das Selbstbewusstsein und motiviert, Herausforderungen mit mehr Offenheit zu begegnen.