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Stipendiat:innen

Ole Meergans – Fragen

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich mit Bedingungen der Kunstproduktion und Fragen der Präsentation sowie Repräsentation in der Kunst. Dabei interessieren mich auch Fragen nach Digitalität, Partizipation und Selbstorganisation in der Vermittlung, oder auch wie dem – meiner Meinung nach wenig beachteten – Problem des Klassismus im Kunstbetrieb entgegengewirkt werden kann.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Kulturelle Bildungsarbeit sollte niedrigschwellige Ansätze suchen und dadurch so viele unterschiedliche Menschen wie möglich einbinden. Dabei ist es mir wichtig, eine Situation zu erzeugen, die allen Beteiligten ein Gefühl von Vertrauen und Gleichberechtigung gibt, und ihnen so ermöglicht, ihr jeweiliges Wissen und ihre individuellen Fähigkeiten einzubringen. Sie soll Perspektivenwechsel ermöglichen, Selbstbewusstsein stärken und Menschen durch Erlebnisse einbinden.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Meine Vision für künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung ist die Überwindung von alten Dogmen der Kunst – wie Autorenschaft und künstlerisches „Genie“. Im besten Fall entstehen während der Interventionen eigenständige und kollektiv geschaffene künstlerische Arbeiten, die ohne eine singuläre Autorenschaft auskommen. Dabei interessiert es mich, nachhaltige Räume zu schaffen, die nicht nur für den kurzen Moment einer Veranstaltung oder eines Seminars entstehen, sondern dauerhaft nutzbar oder sichtbar sind.