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Stipendiat:innen

Mareike Wenzel – Projekt

PLAY, 2015

© Mariam Gabritchidze

PLAY war eine Arbeit für die Tbilisi Triennial 2015. Über mehrere Monate arbeitete ich mit den Bewohner:innen des georgischen Dorfs Machkhaani zusammen, um in verschiedenen Interventionen das dortige, leerstehende Theater zu bespielen und wieder in das Dorfleben zu integrieren. Das Projekt knüpfte an Erinnerungen der Bewohner:innen an. Gemeinsam sammelten wir Geschichten über das Dorf, das Theater und die Bewohner:innen und setzten sie in Installationen um. Das Theater wurde mit den Dorfbewohner:innen nach ihren Ideen umgestaltet und wiedereröffnet. Darüber hinaus entwickelte ich mit Schüler:innen ein immersives Theaterstück über ihr Leben in Machkhaani, frei nach „Romeo und Julia“, das durch das ganze Dorf führte und im Theater endete.

Was haben Sie aus diesem Projekt für Ihre künstlerische Arbeit mitgenommen?

Das Projekt ist Ausgangpunkt für meine späteren Arbeiten im Bereich künstlerische Interventionen in der Kulturellen Bildung. Die lange Arbeit vor Ort hat mir gezeigt, wie wichtig das zeitintensive Arbeiten ist, um etwas gemeinsam entstehen zu lassen und Arbeit auf Augenhöhe zu ermöglichen. Ich habe gelernt, meine eigene künstlerische Position mit den Bedürfnissen der Teilnehmenden in Einklang zu bringen, sie immer wieder neu zu bewerten und ergebnisoffen zu arbeiten. Ich sehe mich als Mittlerin, die nach Anknüpfungspunkten sucht, verschiedene Materialen zusammenbringt und ästhetische Rahmen setzt.