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Stipendiat:innen

Lucia Matzke – Fragen

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

In meinem Studium (B. A. in Kultur- und Sozialwissenschaften, M. A. in Religion und Kultur) habe ich mich intensiv mit Themen wie Rassismus und anderen Formen der Diskriminierung auseinandergesetzt. Mich hat immer interessiert, wie und wieso Menschen Feindbilder erschaffen und sich von den vermeintlich „anderen“ abgrenzen wollen. Ich wollte Möglichkeiten finden, solchen Prozessen entgegenzuwirken. In der Kunst, vor allem im Tanz sehe ich das Potenzial dazu. In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich viel mit den positiven Wirkungsweisen von Tanz.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Tanz verbindet, Tanz ist Verständigung (Körpersprache) und das schafft eine Plattform, auf der gesellschaftliche Grenzen aufgebrochen werden können. Ich möchte mit meiner kulturellen Bildungsarbeit Projekte entwickeln, die das Potenzial von Tanz nutzen. Ich möchte mit Tanzprojekten jungen Menschen und Erwachsenen helfen, Vorurteile oder Feindbilder zu dekonstruieren. Ich glaube, dass Krump auch Menschen erreichen kann, die sonst eher wenig Teilhabe an Kunst und Kultur haben und gleichzeitig viel mehr – beispielsweise in die Rassismus-Debatten – involviert werden sollten.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Kunst bietet immer sehr viel Spielraum. Als Tänzerin kann ich mich immer wieder neu erfinden und so befinde ich mich in einer permanenten Auseinandersetzung mit mir selbst. Kunst als Medium zu nutzen, sich mit gewissen Themen der Kulturellen Bildung auseinanderzusetzen, erschafft unzählige Zugänge und Möglichkeiten, diese Themen zu betrachten. Dieser Spielraum für mögliche individuelle Entfaltung macht für mich eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus. Jede:r kann selbst entscheiden, wie intensiv sie:er sich mit dem Thema auseinandersetzt.