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Stipendiat:innen

Bea Berthold – Fragen

Welches Thema taucht in Ihrer künstlerischen Arbeit immer wieder auf?

Als Grafikdesignerin bin ich eher Dienstleisterin als freie Künstlerin. Ich muss immer wieder ordnen, strukturieren, Wichtiges herausschälen, darstellen, in den Vordergrund bringen. Dann kommt die Frage der künstlerischen Umsetzung. Das ist eine interessante, immer wieder neu auszutarierende Balance zwischen freier Gestaltung und Anspruch des Auftraggebers. Wichtig für mich ist dabei, Grenzen auszuloten, neue Ansätze zu wagen, auszuprobieren.

Was möchten Sie mit Ihrer kulturellen Bildungsarbeit bewirken?

Ich möchte Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermuntern, ja geradezu anstiften, neugierig zu sein. Das ist für mich die Grundlage, um Neues auszuprobieren, zu experimentieren, zu erforschen. Ich halte es für wesentlich, gerade junge Menschen darin zu bestärken, ihre ureigenen Wege zu suchen, zu finden und auch zu gehen. Auch wenn es für sie heißt, „gegen den Strom zu schwimmen“. Dazu gehören Mut und Vertrauen. Und auch das kann mit kultureller Bildungsarbeit geweckt und gestärkt werden.

Was macht für Sie eine künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus?

Gerade um zu zeigen, wie man eigene Wege gehen kann, ist das viel leichter im direkten Kontakt, im Austausch, in der Anregung mit Künstler:innenn. Künstler:innen leben, arbeiten und denken oftmals unkonventionell, visionär, träumerisch, mal still oder mal laut. Sie wirken abseits des Mainstreams. Sie haben eine unpädagogische Herangehensweise. Bestenfalls sind sie authentisch, in ihrer Arbeit nicht eingeschränkt durch Systemzwänge. Das direkte Kennenlernen und gemeinsame Arbeiten, das Auseinandersetzen und die Reibung mit möglichst unterschiedlichen Künstler:innen macht für mich die künstlerische Intervention in der Kulturellen Bildung aus.